Darauf haben anspruchsvolle Kunden gewartet: Ferienflieger Condor führt auf der Kurz- und Mittelstrecke eine Premium Economy Class ein. Wer etwas mehr zahlt, bekommt dann mehr Platz und mehr Service.
Die ab sofort buchbare neue Sitzklasse wird ab September in den 25 Kurz- und Mittelstrecken-Jets von Condor zu finden sein. Der Clou an der Premium Eco: “Unsere Gäste haben dann im vorderen Kabinen-Bereich mehr Beinfreiheit durch einen garantiert freien Mittelplatz”, sagt Achim Lameyer, Direktor Einzelplatz der Condor. Je nach Nachfrage will die Airline auf den Routen nach Ägypten, in die Türkei oder auf die Kanaren bis zu 32 Premium-Plätze anbieten.
“Wir reagieren damit auf die Wünsche unserer Kunden, die durchaus bereit sind, für mehr Platz an Bord mehr Geld zu bezahlen”, erklärt Lameyer, der Condor als Qualitätslieferant definiert. Bereits gute Erfahrungen hat die Airline mit einem vergleichbaren Produkt auf der Langstrecke gemacht. Dort führte Condor zum Sommer 2009 Premium Economy Sitzreihen ein, die laut Lameyer zu mehr als 70 Prozent ausgelastet sind. Dort ist der Sitzabstand größer, die Rückenlehnen lassen sich tiefer neigen als in der Economy Class.
Auf der Kurz- und Mittelstrecke, also auf Flügen auf die Kanaren, Richtung Türkei oder Ägypten, verfolgt die Airline allerdings ein variables Konzept: “Das ist für uns mit weniger Risiko verbunden”, so der Einzelplatz-Experte. Condor werde die entsprechend gebuchten Sitze kennzeichnen. Einen variablen Vorhang, wie ihn viele Netzcarrier zwischen Business und Economy Class ziehen, werde es an Bord der Condor nicht geben: “Den gibt es bei uns nur virtuell.”
Der Aufpreis, den die Kunden für das Plus an Platz zahlen müssen, liegt bei mindestens 50 Euro. Während das Eco-Ticket ab 49 Euro pro Strecke zu haben ist, müssen Premium-Kunden mindestens 99 Euro zahlen. Neben einem freien Mittelplatz gibt es dafür noch ein Premium-Menü, kostenfreie alkoholische Getränke zum Essen, kostenfreie Kopfhörer, eine größere Zeitschriften-Auswahl sowie einen separaten Check-in am Airport.
Lameyer glaubt fest daran, dass die neue Klasse, für deren technische Umsetzung die Airline gut sechs Monate gebraucht hat, ein Erfolg wird: “Trotz Krise lief unsere Premium Eco auf der Langstrecke 2009 gut. Privat scheinen die Menschen daher durchaus Geld für Qualität ausgeben zu wollen”, ist der Manager überzeugt.
Quelle: fvw.de